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COVID-19 in Deutschland: Aktuelles

Wie normal ist die aktuelle COVID-19-Situation?

[Letzte Änderung: 22. Januar 2023]

Im Januar 2023 ist eine Entspannung der COVID-19-Situation anhand der drei Kriterien 'Anzahl der Todesfälle', 'Anzahl der intensivmedizinischen Behandlungen' und 'Anzahl der Hospitalisierungen' erkennbar.

  • Die Anzahl der wöchentlichen COVID-19-Todesfälle war 1223 in KW 1/2023, 1087 in KW 2/2023 und 928 in KW 3/2023. Der Durchschnitt des Jahres 2022 war 946.
  • Die Anzahl der innnerhalb einer Woche begonnen intensivmedizinischen Behandlungen wegen COVID-19 war 948 in KW 1/2023, 656 in KW 2/2023 und 475 in KW 1/2023.  Der Durchschnitt des Jahres 2022 war 1111. 
  • Die Hospitalisierungsinzidenz war zu Beginn des Jahres 2023 im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2022 überdurchschnittlich hoch und fällt im Laufe der ersten drei Kalenderwochen.
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Was ist die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen?

[Letzte Änderung: 27. Januar 2023]

 

Die 7-Tage-Fallzahl sank in KW 3/2023 um 30 % gegenüber der Vorwoche und sinkt in KW 4/2023 weiter. 

Es gibt die Subvarianten CH.1.1 und XBB.1.5 mit gegenläufiger Entwicklung, die im Februar 2023 zu einem Anstieg der Fallzahlen führen kann.

KW 7 Tage-Fallzahl  Anteil BA.2

7 Tage-Fallzahl

BA.2

Anteil BA.5

7 Tage-Fallzahl

BA.5

1/2023 (8.1.) 130.800  16,3 % 21.320 79,0 % 103.332
2/2023 (15.1.) 89.259 17,9 % 15.977 74,3 % 66.319
3/2023 (22.1.) 62.526 (-30 %)        
4/2023 (29.1.)          

Virusvarianten

Die aktuelle Entwicklung der COVID-19-Fälle ist durch die Omikron-Variante bestimmt, die mehr als 99 % der Fälle ausmacht. Seit KW 23/2022 ist die Untervariante BA.5 dominierend, die von KW 31 bis 47 mehr als 90 % der COVID-19-Fälle ausmachte. Seit KW 43/2022 nimmt der Anteil der Untervariante BA.2 wieder zu. 

Innerhalb der BA.2-Infektionen gibt es die Subvarianten CH.1.1 und XBB.1.5 mit steigenden Infektionszahlen, wobei sich die Fallzahlen dieser Subvarianten noch auf niedrigem Niveau befinden (etwa 8.000 Fälle in KW 2/2023). Falls sich für diese Subvarianten die Zunahme der letzten Wochen fortsetzt und gleichzeitig die anderen Subvarianten weitersinken, kommt es im Februar zu einem Anstieg der Fallzahlen, der dann auf die Subvarianten CH.1.1 und XBB.1.5 zurückgeht. 

Die Daten über die Verbreitung der Virusvarianten liegen im Wochenbericht des RKI nur mit großer Verzögerung und basierend auf einer kleinen Stichprobe vor. 

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Welche Virusvarianten sind in Deutschland relevant?

[Letzte Änderung: 11. Januar 2023]

 

Durch Mutationen entstehen neue Varianten des SARS-COV-2-Virus, über die das RKI in den Wochenberichten und in der Übersicht zu besorgniserregenden SARS-CoV-2-Virusvarianten (VOC) berichtet.

 

Omikron-Variante

  • Die Omikron-Variante (englische Schreibweise Omicron) wurde am 26.11.2021 von der WHO als besorgniseregende Variante (variant of concern) klassifiziert. Seit Kalenderwoche 9/2022 liegt der Anteil der Omikron-Variante in Deutschland über 99%.
  • Die Omikron-Variante hat im Vergleich zur Delta-Variante eine schnellere Ausbreitung durch eine gesteigerte Übertragbarkeit (Kontagiosität) und eine stärkere Immunflucht, d. h. ein Unterlaufen eines bestehenden Immunschutzes.
  • Für die Omikron-Variante wurde früh ein milderer Krankheitsverlauf im Vergleich zur Delta-Variante vermutet. Die Datenlage in Deutschland zeigte zunächst einen stark reduzierten Anteil der Hospitalisierungen bei Omikron-Infektionen und einen in diesem Sinn milderen Krankheitsverlauf. Allerdings steigt der Anteil der Hospitalisierungen im Lauf des Jahres 2022 kontinuierlich. (> Wie häufig werden COVID-19-Fälle hospitalisiert?).
  • Die fünfte Infektionswelle begann im Januar 2022 und war durch die Untervariante BA.1 bestimmt. Der Rückgang der Infektionen mit BA.1 im März 2022 war durch die anlaufende sechste Infektionswelle überlagert, die durch die zunehmende Verbreitung der Untervariante BA.2 bestimmt war. Der Rückgang der sechsten Infektionswelle im April und Mai war durch die anlaufende siebente Infektionswelle überlagert, die durch die zunehmende Verbreitung der Untervarianten BA.4 und BA.5 bestimmt war. Seit KW 23/2022 ist die Untervariante BA.5 die dominierende Variante. Die BA.2-Subvarianten CH.1.1 und XBB.1.5 weisen Anfang 2023 steigende Fallzahlen auf.
  • Der Wikipedia-Artikel SARS-CoV-2-Variante Omikron wird kontinuierlich aktualisiert und enthält Informationen zu den sich entwickelnden Subvarianten.

Delta-Variante

Die Delta-Variante hatte in Deutschland von Mitte August 2021 bis Mitte Dezember 2021 einen Anteil von über 99% an den COVID-19-Fällen und bestimmte die vierte Infektionswelle. Danach nahm der Anteil der Delta-Variante schnell ab. In Kalenderwoche 5/2022 war der Anteil der Delta-Variante nur noch 1,1%.

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© Stefan Huschens